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THE MUSIC NEVER STOPPED


Regie: Jim Kohlberg
Darsteller: J.K. Simmons, Lou Taylor Pucci, Julia Ormond, Cara Seymour, Mia Maestro

105 Minuten | 382. Woche

In diesem Vater-Sohn-Drama spielt die Musik eine entscheidende Rolle. Um die Nähe und das Vertrauen seines schwer erkrankten erwachsenen Kindes zu- rückzugewinnen, wählt ein verzweifelter Vater einen ungewöhnlichen Weg…


Henry und sein kleiner Sohn Gabriel teilen eine große Leidenschaft für Musik. Bis sich Gabriel Ende der 60er Jahre der Anti-Vietnam-Bewegung anschließt und statt Bing Crosby plötzlich die Beatles, Bob Dylan und Grateful Dead verehrt. Der Ingenieur versteht seinen Sohn nicht mehr. Nach einem heftigen Streit verlässt Gabriel das Haus und bricht mit seinen Eltern. Zwanzig Jahre später erreicht Henry und seine Frau Helen ein Anruf aus dem Krankenhaus: Gabriel leidet unter einem Gehirntumor und muss sofort operiert werden. Der Tumor ist zwar gutartig, aber sein Erinnerungsvermögen ist schwer beschädigt, insbesondere sein Kurzzeitgedächtnis und er selbst ist völlig hilflos. Seine Lebensgeister erwachen nur, wenn er Musik hört. Um endlich wieder Kontakt zu seinem Sohn zu haben, engagiert der verzweifelte Henry die Musiktherapeutin Dr. Dianne Daly. Mit Hilfe des legendären Beatles Hits „All You Need is Love“ findet sie einen ersten Zugang zu ihrem Patienten. Schnell wecken die größten Songs der 60er und 70er Jahre verschollene Erinnerungen in Gabriel und helfen ihm, allmählich auch aktuelle Ereignisse im Gedächtnis zu behalten. Gleichzeitig lässt Henry alle Ressentiments gegen die Musik seines Sohnes fallen. Er entdeckt, dass Bands wie Cream und Sänger wie Bob Dylan auch ihm etwas zu sagen haben. Und schließlich er- gattert er sogar Karten für ein ausverkauftes Grateful Dead-Konzert!


The Music never stopped basiert auf der Fallstudie The Last Hippie von Dr. Oliver Sacks. Die Arbeit des britischen Neurologen und Schriftstellers fand erstmals 1990 durch den Film Zeit des Erwachens mit Robert De Niro und Robin Williams weltweit Beachtung. Seine besondere Fähigkeit, komplexe Sachverhalte leicht verständlich zu vermitteln, wird auch in diesem anrührenden und bei aller Verzweiflung sehr heiteren Vater-Sohn-Drama überzeugend unter Beweis gestellt.

Klingt nach TV-Kitsch, ist aber unprätentiös und unerwartet bewegend!

NEW YORK POST



ab 29.03.2012