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SPENCER


Regie: Pablo Larraín
Darsteller: Kristen Stewart, Timothy Spall, Jack Nielen

117 Minuten | USA 2021 | ab 12
2. Woche
Ein Biopic der so glorifizierten wie umstrittenen Lady Diana Spencer, deren Traum, Prinzessin zu werden, zum Albtraum wurde, ist Pablo Larrains SPENCER nur bedingt. Stattdessen inszeniert das chilenische Regietalent eine frei, wild und gewagt assoziierende Kollage, ein düsteres, fast schon horrorfilmhaftes und zugleich optimistisches Märchen – geerdet von der grandiosen Kristen Stewart! – mit dem er einer Ikone des 20. Jahrhunderts ein würdiges Leinwanddenkmal setzt!

 

Dezember 1991: In der Ehe zwischen dem Prinzen (Jack Farthing) und der Prinzessin von Wales (Kristen Stewart) herrscht seit langem Eiszeit. Trotz der wilden Gerüchte über Affären und eine Scheidung wird für die Weihnachtsfeierlichkeiten auf dem königlichen Landsitz Sandringham ein Frieden verhängt. Es wird gegessen und getrunken, geschossen und gejagt. Diana kennt das Spiel. Doch dieses Jahr wird es eine ganz andere Wendung nehmen... Steven Knight, der schon für Cronenbergs EASTERN PROMISES oder die Erfolgsserie „Peaky Blinders" herausragende Drehbücher geschrieben hatte, die Subkulturen auf ebenso präzise wie exaltierte Weise sezierten, spielt mit der Realität – und formt daraus eine „Fabel nach einer wahren Tragödie": In den drei Tagen auf Sandringham wird Diana von der Königsfamilie ignoriert und gedemütigt, sie sieht den Geist von Anne Boleyn, einer Vorgängerin mit üblem Schicksal, wird manisch über die weiten Felder des Herrenhauses rennen... und Kristen Stewart gelingt es mit alledem, eine perfekte Diana zu sein! Dass mit ihr eine Schauspielerin die Hauptrolle verkörpert, die selbst höchst unangenehme Erlebnisse mit der Presse hatte, die als Teenie weltberühmt wurde, deren Aufwachsen, deren Affären in aller Öffentlichkeit stattfanden, deutet vielleicht ein Stück weit an, worum es Larraín geht. Auch in seinem Porträt der Kennedy-Witwe JACKIE hatte er von einer bedeutenden Frau erzählt, die versuchte, Autonomie und Selbstbestimmung zu erlangen. SPENCER ist der Mittelteil einer geplanten Trilogie, ein Film, der eine oppressive Welt schildert, die in ihren Ritualen erstarrt ist – aus der es lange kein Entkommen zu geben scheint. Keine klassische Biografie, sondern ein imaginiertes Spiel mit Fakt und Fiktion, eine Studie über eine Frau, die sich von den Umständen emanzipiert, eine impressionistische Kollage, unterlegt mit der außerordentlichen Musik von Radiohead-Gitarrist Jonny Greenwood – großes Schauspiel- und Autorenkino!



Friedrichsbau Freiburg
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