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OmU

MOLEKÜLE DER ERINNERUNG - VENEDIG, WIE ES NIEMAND KENNT

Vorstellungen in italienischer OmU


Regie: Andrea Segre
Darsteller: Dokumentation

71 Minuten | Italien 2020 | ab 0
4. Woche
Februar bis April 2020: Mit dem ersten Lockdown strandet Filmemacher Andrea Segre im zunehmend verlassenen Venedig. Er sammelt visuelle Notizen, Geschichten und Begegnungen – und beginnt eine Recherche, die ihn nicht nur in die Vergangenheit der Stadt führt, sondern auch tief in die eigene... Genial mischt Segre seine Aufnahmen mit dem Super 8-Material seines Vaters, der hier als Chemiker arbeitete. Segres Erzählstimme und die Musik von Teho Teardo begleiten die einzigartigen Bilder des melancholisch verzauberten Venedigs – eine dokumentarische Filmperle!

 

„Die Wellen sind nicht mehr da", wundert sich Gondoliere Elena überrascht. Kein einziges Boot rudert gerade auf der Giudecca, der größten Wasserstraße Venedigs. „Ein Anblick, den es wahrscheinlich mehr als 1000 Jahre nicht gegeben hat", stellt sie fest. Und gleichzeitig wird ihr klar, dass der Seegang, an den sie sich so gewöhnt hat, kein natürlicher ist. Er stammt nicht vom Meer, sondern von den vielen Schiffen, die die Wasserstraßen durchpflügen. Auf dem leeren Markusplatz gellen die Schreie der Möwen. Eine Frau singt die Arie der Almirena „Lascia ch'io pianga" aus Händels Oper Rinaldo. Venedig verharrt im Corona-Stillstand. MOLEKÜLE DER ERINNERUNG VENEDIG, WIE ES NIEMAND KENNT > ab 30. Dezember Wenigstens die Fischer kommen wieder mit vollen Netzen vom Meer zurück. Die Ruhe lässt die Stadt in einem neuen Licht erscheinen. Gleichzeitig erinnern die fehlenden Touristinnen und Touristen daran, dass Venedig längst als sterbende Stadt gilt – seit jeher ein Ort der engen Beziehung zwischen Tod und Leben... Andrea Segres einmalig poetische Doku ist mehr als ein Corona-Tagebuch. Während seiner Dreharbeiten zu zwei Theater- und Filmprojekten über die Wunden der Stadt – Tourismus und Hochwasser – entleerte sich das alte, sonst übervolle Venedig vor seinen Augen und gab es seiner eigenen Natur, Geschichte und irgendwie auch Andrea zurück. Der Filmemacher taucht tief ein in die venezianische Geschichte – und in die eigene, beginnt, im Elternhaus in Erinnerungen zu wühlen. Geschickt spielt der Regisseur mit Super 8-Aufnahmen seines verstorbenen Vaters, ein Wissenschaftler, der Molekülbewegungen studierte und hier als Chemiker arbeitete, mischt elegant alte Fotografien von Venedig mit neuen Aufnahmen, unterlegt mit Teho Teardos dräuender Musik. Entstanden ist eine berückend melancholische Liebeserklärung an den schweigsamen Vater und an Venedig.



Friedrichsbau Freiburg
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