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LAMB


Darsteller: Valdimar Jóhannsson, Noomi Rapace, Hilmir Snær Guðnason

106 Minuten | Island/Schweden 2021 | ab 16
3. Woche
In der Abgeschiedenheit Islands erfreut sich ein kinderloses Paar eines unverhofften Familienglücks: Maria und Ingvar nehmen ein ganz besonderes Baby bei sich auf – Ada, halb Mensch, halb Schaf... Erlesener isländischer MysteryHorror – eine naturgewaltige Mär!

 

Weites Land, Bergketten, endloser Himmel, ein abgeschiedenes Haus: In der überwältigend schönen isländischen Landschaft züchten Maria (Noomi Rapace) und Ingvar (Hilmir Snær Guðnason) Schafe. Sie führen ein einfaches, naturverbundenes Leben. Bis eines Nachts etwas Seltsames in ihrem Stall passiert: Ein Schaf gebärt ein mysteriöses Wesen. Die beiden ziehen es wie ein eigenes Kind auf und geben ihm den Namen Ada. Das mit inniger Freude begrüßte Familienglück wird jedoch bald auf die Probe gestellt – denn Mutter Natur steckt voller Überraschungen... Mit seiner Debütarbeit sorgte Valdimar Jóhannsson in Cannes direkt für Aufmerksamkeit: LAMB beschreitet ganz eigene Wege – und beschwört meisterlich ein diffuses Unbehagen herauf. Wenig verwunderlich sicherte sich die New Yorker Produktions- und Verleihfirma A24 den Film für ihr mit reizvollen düsteren Genrebeiträgen gespicktes Portfolio. Neben Werken wie THE KILLING OF A SACRED DEER, MIDSOMMAR oder DER LEUCHTTURM braucht sich dieser Erstling keineswegs verstecken. Die zu Beginn wirkungsvoll bedrückende Schweigsamkeit der Hauptfiguren mitten im isländischen Nirgendwo buchstabiert ihr erlittenes Trauma nicht unnötig aus, sondern bringt es intelligent, wie im Vorbeigehen näher – und vor dieser Kulisse entfaltet sich leise ein außergewöhnlicher Plot. Maria und Ingvar staunen nicht schlecht, als sie einem Lamm helfen, auf die Welt zu kommen. Sie entscheiden, das Wesen bei sich aufzuziehen: Eine – tricktechnisch überzeugende – Kreatur zwischen Tier und Mensch. Jóhannsson vollbringt das Kunststück, dies reichlich absurde Szenario völlig normal erscheinen zu lassen und mit wahrhaftigen Emotionen unverhofften Familienglücks aufzuladen – umweht vom nahenden Unheil: Die karge, mächtig aufragende, oft nebelverhangene Landschaft mutet bedrohlich an. Die Schafe schauen, so meint man, durchtrieben drein. Irgendwer muss sich auf dem Hof rumtreiben. Die grollende Musik tut das ihre. Die entschleunigte Erzählweise zeigt des Regisseurs Gespür für Stimmungen und ein bemerkenswertes Stilbewusstsein. Dabei ist der Weg zum Finale dieses sorgsam komponierten Mystery-Horror-Dramas unerwartet fesselnd – und kulminiert in einem quasi natürlichen Racheakt.



Friedrichsbau Freiburg
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