HIGH LIFE


Regie: Claire Denis
Darsteller: Robert Pattinson, Juliette Binoche, André Benjamin

112 Minuten | Frankreich 2018 | ab 16
3. Woche
Claire Denis schickt Robert Pattinson auf eine schonungslose Odyssee durch Raum und Zeit – und kreiert eine unangepasste Sci-Fi-Kunstinstallation im All!

 

In den Tiefen des Weltalls, jenseits unseres Sonnensystems. Monte (Robert Pattinson) und seine Tochter Willow (Jessie Ross) leben zusammen an Bord eines Raumschiffs. Sie sind die einzigen Überlebenden einer Crew aus verurteilten Schwerverbrechern, die sich mit dieser Mission ohne Rückkehr von ihren Strafen freikauften und an Bord mit Experimenten der wahnsinnigen Reproduktionswissenschaftlerin Dibs (Juliette Binoche) gequält wurden. In völliger Isolation nähern sich Vater und Tochter ihrem letzten und unausweichlichen Ziel – dem Schwarzen Loch, dem Ende von Zeit und Raum. Wenn Frankreichs eigenwillige ArthausDiva Claire Denis (MEINE SCHÖNE INNERE SONNE) einen Ausflug ins Science-FictionGenre unternimmt, fällt das Ergebnis erwartungsgemäß ungewöhnlich aus. Auch bei ihrem ersten englischsprachigen Projekt lässt sie ihr Publikum nicht mit einer bequemen linearen Handlung davonkommen. Wer das Story-Puzzle lösen will, muss sich auf Rückblenden und Zeitsprünge einlassen und gängige Sehgewohnheiten über Bord werfen. Aus einem Baby wird bald die erwachsene Tochter. Dann wieder Kleinkind. Schließlich wird man gar Zeuge von jenem Zeugungsakt wider Willen und weiteren, auch exzessiven Gewalttaten. Diese 72-jährige Madame wagt unbestritten mehr als so manch früh vergreister Filmstudent. Körperwelten der erotischen Art gehören stets zum Objekt der Begierde der Regisseurin, so auch bei dieser teils brutal philosophierenden Odyssee im Weltraum, ihrem mittlerweile 13. Werk. Wer könnte dabei als bessere Projektionsfläche dienen als der einstige Kreischalarmauslöser Robert Pattinson. Der hübsche TWILIGHT-Vampir hat sich längst von seinem MädchenschwarmImage freigespielt. Mit gelassener Coolness lässt er sich hier von der Kamera extrem nah auf die Pelle rücken und balanciert in der Vater-Rolle souverän und gefühlsecht zwischen Zärtlichkeit und Verzweiflung. Neben ihm und Oscarpreisträgerin Juliette Binoche (DIE BLÜTE DES EINKLANGS) sind hier so einige weitere internationale Stars mit am Werk – auch Lars Eidinger (25 KM/H) ist an Bord bei dieser futuristischen Reise. HIGH LIFE ist wohl weniger ein Film, der gefallen will. Doch gelegentlich haben gerade Albträume, die in ihrer konfrontativen Art gnadenlos herausfordern, ihren Reiz. Und mit diesem Reiz weiß Denis seit jeher clever umzugehen.



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