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CORSAGE


Regie: Marie Kreutzer
Darsteller: Colin Morgan, Vicky Krieps, Finnegan Oldfield

114 Minuten | Deutschland, Österreich 2022 | ab 12
6. Woche
Weihnachten 1877: Es ist der 40. Geburtstag der berühmten Elisabeth von Österreich. Doch an der Seite von Kaiser Franz Joseph darf sie nichts als die brave, ewig junge und schöne Kaiserin sein. Dafür hält sie sich an einen rigiden Plan aus Hungern, Sport, Frisieren und täglicher Taillen-Messung. Aber Elisabeth ist eine wissbegierige, lebenshungrige Frau, die immer weniger in ihr höfisches Korsett passen will... Marie Kreutzer gelingt ein erfrischend modernes, feministisches Biopic der mythenumrankten Kaiserin, das mit Vicky Krieps in der Hauptrolle jederzeit fesselt!

 

Am 24. Dezember 1877 wird Kaiserin Elisabeth von Österreich (Vicky Krieps) 40 Jahre alt. Kein Alter eigentlich, aber für die Monarchin, die zu den meist gemalten Personen ihrer Zeit gehört und die eine Art Popstar avant la lettre ist, dennoch eine Zeit des Zweifelns. Unweigerlich sind Fältchen auf ihrem Gesicht zu erkennen, ist ihre Haut nicht mehr so glatt und makellos wie einst. Mit 40 Jahren ist sie im späten 19. Jahrhundert eine alte Frau. Als Kaiserin von Österreich hat sie ausschließlich repräsentative Pflichten zu erfüllen, an der Seite ihres Mannes darf sie keine eigene Meinung äußern. Ihre Tage sind belanglos und werden von ihrem sich selbst auferlegten Diktat zusammengehalten: Morgens lässt sie sich von den Hofdamen ihre Taille messen, das Korsett noch enger schnüren. Mehrere Tage die Woche hält sie Orangendiät, jede Gewichtszunahme kränkt sie. Die Angst vor dem Älterwerden, dem Bedeutungsverlust und das Schwinden ihrer Jugendlichkeit lässt sie zunächst erstarren, dann nach einer Möglichkeit für einen Ausbruch suchen... Angelehnt an die historisch ausnehmend gut dokumentierte Biografie der berühmten Kaiserin von Österreich-Ungarn entblättert die Wiener Regisseurin und Drehbuchautorin Marie Kreutzer Schicht um Schicht den fragilen Seelenzustand der Monarchin und deutet sie als eine furchtlose, radikale Frau. Mit tiefer Empathie für die Figur gelingt der Regisseurin die Darstellung eines Wandlungsprozesses zu einem freien Menschen, der sich von jedem Status, jeder Körperlichkeit und jedem Erwartungsdruck löst. Unerschrocken und gleichzeitig mit großer Leichtigkeit traumwandelt dabei die herausragende Vicky Krieps in ihrer Rolle als Elisabeth durch eine misogyne, feindselige Welt, in der sie sich unter den Augen der Öffentlichkeit und ihrer Familie ihren neuen Platz im Leben sucht.



Friedrichsbau Freiburg
HeuteDiMiDoFrSaSoMo
17:45
 
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