Wissenswertes über Kinotechnik
3. Tonformate
Die gebräuchlichsten Tonformate im Kino sind:
- Magnetton
Die tonbandähnliche Magnettonspur auf der Filmkopie war der Vorläufer
des modernen, digitalen Mehrkanaltons in den Kinos. Der Magnetton wurde
in erster Linie bei 70mm-Kopien verwendet und hat heute, aufgrund der
geringen Verbreitung von 70mm-Kopien, keine Bedeutung mehr.
- Dolby
Der analoge, Mehrkanal-Rundumton ist Standard in fast allen Kinos. Jeder
heute kommerziell vertriebene Film hat eine Dolby-Tonspur. Damit ist Dolby
die HighTech-Variante des klassischen Lichttons. Mit Matrixcodierung werden
aus einem Stereosignal maximal fünf Tonkanäle generiert; Links,
Mitte, Rechts sowie Subwoofer und Surround.
- Dolby Digital
Digitalton ist im Vergleich zum herkömmlichen Lichtton wie die CD
zur Schallplatte - es sind keine Fremdgeräusche, wie z. B. das Knacken
durch Staub zu hören. Gleichzeitig ist die Dynamik wesentlich höher,
da eine größere Menge Informationen auf die Digitaltonträger
passen.
Das DOLBY-DIGITALFORMAT in Form eines Strichcodes sitzt auf der Filmkopie
zwischen den Perforationslöchern neben der Standard-DOLBY-Tonspur
und wird über einen speziellen Abtaster ausgelesen.
Das Ergebnis ist die perfekte Trennung der insgesamt sechs Kanäle
(Surround links und rechts in Stereo) sowie ein Sound in CD-Qualität.
- Dolby Digital Surround EX
Von DOLBY gemeinsam mit Lucasfilm THX entwickelte Erweiterung des etablierten
DOLBY DIGITAL Standards. Mit Surround EX wurde das etablierte DOLBY DIGITAL
um einen dritten Surround-Kanal für die Saalrückwand erweitert.
Der erste Surround EX-Film kam erstmals 1999 mit "Episode 1"
von George Lucas in die deutschen Kinos.
- dts-6 Track
Bei dem Digitaltonsystem, benannt nach dem Hersteller Digital Theatre
Systems, kommt der Ton nicht von der Filmkopie selbst, sondern von zwei
separaten CD-Roms. Dabei werden über einen Zeitcode auf dem Film
Bild und Ton synchronisiert. Die Kanalaufteilung entspricht der von Dolby
Digital, die Soundqualität ist aber bedingt durch eine größere
Datenkapazität nochmals höher.
Ein Vorteil von dts-6 ist, dass mit derselben Filmkopie durch einfachen
Austausch der CD-Roms original- oder fremdsprachige Synchronfassungen
gezeigt werden können.
- THX
Entgegen der geläufigen Meinung ist THX kein Tonsystem, sondern ein
Gütezeichen für allerhöchsten Kinostandard. Eine Vielzahl
von Kriterien müssen erfüllt sein, damit ein Kino die begehrte
THX-Lizenz bekommt.
Neben der Tonqualität und der Raumakustik werden ebenso die Bildqualität
(Helligkeit und Ausleuchtung der Leinwand), sowie die Saalarchitektur
mit Betrachtungswinkel, die Nachhallzeiten und Nebengeräusche (von
Klimaanlagen oder aus Nachbarsälen) bewertet.
THX ist eine Wortschöpfung seines Erfinders George Lucas. Und entstand
aus dem Namen seines Tonmeisters Thomlinson Holman (EXperience) sowie dem
Titel seines ersten Films "THX 1138"
Seitenanfang