Paterson - OmU

Jim-Jarmusch-Retrospektive 2017


Regie: Jim Jarmusch
Darsteller: Adam Driver, Golshifteh Farahani

115 Minuten | USA 2016 | ab 0
3. Woche
Jim Jarmusch (BROKEN FLOWERS, ONLY LOVERS LEFT ALIVE) widmet sich mit viel Liebe zum Detail und gewohnt lakonischem Humor seinen skurrilen Figuren, allen voran dem von Shootingstar Adam Driver verkörperten Feingeist Paterson. Durch maximalen Minimalismus gelingt Jarmusch ein buchstäbliches Gedicht von einem Film.

 

PATERSON erzählt die Geschichte des Busfahrers Paterson, der genauso heißt wie der Ort, in dem er lebt. Mit Gattin Laura sowie der britischen Bulldogge Marvin bewohnt er einen bescheidenen Bungalow. Die Kleinstadt in New Jersey und ihre eigentümlichen Bewohner sind die Inspiration für seine Gedichte, die er Tag für Tag in der Mittagspause auf der Parkbank verfasst. Die Welt seiner Frau Laura dagegen ist im ständigen Wandel. Fast täglich hat sie neue Träume, jeder einzelne von ihnen ein anderes, inspirierendes Projekt. Paterson liebt Laura und sie ihn. Er unterstützt ihre neugefundenen Ambitionen und sie bewundert seine Gabe für Poesie. Für Abwechslung sorgen allenfalls ein kleines Mädchen, das auch gerne Gedichte schreibt, die lärmende Hip-Hop- Gang, die lautstark eine Hunde-Entführung androht und jener japanische Tourist, der eigenes nach Paterson anreist, weil dieser Stadt vom Lyriker William Carlos Williams ein fünfbändiger Gedichtzyklus gewidmet wurde. Bulldogge Marvin – der heimliche Star des Films und in Cannes mit der Spaß-Palme „Palm Dog Award” als Bester Filmhund gekürt – ist das alles egal. Hauptsache er setzt an der Leine seinen Willen durch und keiner enttarnt sein kleines Geheimnis…

 

PATERSON erzählt eine ruhige Geschichte, die Struktur ist einfach und folgt sieben Tagen im Leben der Figuren. PATERSON ist eine Feier der Poesie von Details, Variationen und alltäglichen Begegnungen und damit eine Art Gegenentwurf zu hochdramatischem oder Action-orientiertem Kino. Es ist ein Film, dem man es erlauben sollte, einfach an sich vorbeizuziehen – so wie Bilder, die man durchs Fenster eines Linienbusses wahrnimmt, der sich wie eine Gondel durch eine kleine, vergessene Stadt bewegt.

 

"Eine Liebeserklärung ans Schreiben und erst recht eine ans Lieben, zuallererst aber eine an das Sein. Nichts schöner als das!" TAGESSPIEGEL


"Ein überaus poetischer und wunderschöner Film über die Liebe und die Schönheit, die darin liegt, die Welt jeden Tag wie neu zu sehen!" ZEIT




Datum Zeit
Mo, 01.05.201721:00
 
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