Lux - Krieger des Lichts

Mit European Shooting Star 2018 Franz Rogowski


Regie: Daniel Wild
Darsteller: Franz Rogowski, Heiko Pinkowski, Tilman Strauss, Eva Weißenborn, Kristin Suckow, Anne Haug

104 Minuten | Deutschland 2017 | ab 12
3. Woche
Ein schüchterner junger Mann, der auszieht, um Gutes zu tun – doch anstatt im Gewand des Superhelden LUX mit kleinen Taten die Welt zu verändern, beginnt die Welt, ihn zu verändern. Preisgekröntes Regiedebüt von Daniel Wild, das sich traut, das übermächtige Superhelden-Genre in eine Berliner Kiez-Geschichte zu übersetzen.

                                           

Torsten Kachel (Franz Rogowski) lebt noch bei seiner Mutter (Eva Weißenborn) in einem Plattenbau in Ostberlin. Doch er hat ein ungewöhnliches Hobby: In selbst gebastelter Montur zieht er als Superheld Lux durch die Stadt und versucht, Gutes zu tun – was momentan noch bedeutet, dass er Lebensmittel an Obdachlose verteilt. Solche und andere kleine Gesten der Nächstenliebe haben den angehenden Regisseur Jan (Tilman Strauss) auf den schüchternen Idealisten aufmerksam gemacht. Doch für die geplante Dokumentation benötigt Jan Geld und bringt den Produzenten Brandt (Heiko Pinkowski) ins Spiel. Der ist gerade dabei, eine neue Internetplattform aufzubauen, für die er Material braucht. Doch Lebensmittel verteilen und Omas über die Straße helfen ist für Brandts Bedürfnisse nicht sexy genug. Könnte Jan nicht ein wenig nachhelfen und das Wirken von Lux etwas aufregender in Szene setzen? Gesagt, getan, versucht Jan, Torsten in zunehmend wildere Situationen zu zwängen. Das Filmteam, das Torstens Aktionen dokumentieren will, wird schleichend zum Regisseur seines Alltags. Und Torsten verliert in jeder Beziehung die Kontrolle – schien er mit seinem Alter Ego zunächst eine Möglichkeit gefunden zu haben, sich in der Welt zu positionieren, entfernt er sich zunehmend von seinem eigentlichen Selbst…

Mit inszenatorischer Sicherheit, bemerkenswertem Stilwillen und medienkritischem Blick erzählt Daniel Wild die Geschichte eines jungen Mannes auf der Suche nach Identität und Werten, die auch das genretypische Dilemma des Helden nicht aus den Augen verliert. Eindringliche Bilder, ein hochinteressantes Personal und ein exzellentes Gespür für filmisches Timing machen LUX – KRIEGER DES LICHTS zu einem Debüt, das man einfach nicht übersehen kann. (Begründung der Jury des Heinz-Badewitz-Preises für das beste Regiedebüt 2017)

 



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