Lion


Regie: Garth Davis
Darsteller: Dev Patel, Nicole Kidman, Sunny Pawar, Rooney Mara,mDavid Wenham

129 Minuten | USA 2016 | ab 12
19. Woche
LION ist die Verfilmung von Saroo Brierleys atemberaubender autobiographischer Bestseller-Lebensgeschichte „Mein langer Weg nach Hause“. Regisseur Garth Davis gelingt ein bewegender Film über die Suche nach den eigenen Wurzeln. Er erzählt die unglaubliche Geschichte des Romanautors, der als Kind verloren ging und Jahrzehnte später wie durch ein Wunder seine Familie wiederfand.

 

Ein Tag wie jeder andere im Leben des fünfjährigen Saroo (Sunny Pawar): Auf dem Bahnhof der indischen Kleinstadt, in der sein Bruder ihn für einige Stunden zurückgelassen hat, sucht er nach Münzen und Essensresten. Vor Erschöpfung schläft er schließlich in einem haltenden Zug ein und findet sich nach einer traumatischen Zugfahrt am anderen Ende des Kontinents in Kalkutta wieder. Auf sich allein gestellt irrt er wochenlang durch die gefährlichen Straßen der Stadt, bis er in einem Waisenhaus landet, wo er von Sue (Nicole Kidman) und John Brierley (David Wenham) adoptiert wird, die ihm ein liebevolles Zuhause in Australien schenken. Viele Jahre später lebt Saroo (Dev Patel aus SLUMDOG MILLIONAIRE) in Melbourne, ist beruflich erfolgreich und wohnt mit seiner Freundin Lucy (Rooney Mara) zusammen. Er könnte rundum glücklich sein, doch die Frage nach seiner Herkunft lässt ihn nicht los. Nacht für Nacht fährt er mit Google Earth auf seinem Laptop das Zugnetz Indiens ab, zoomt auf hunderte von Bahnhöfen und sucht nach Hinweisen auf seinen früheren Wohnort und seine leibliche Familie. Er hat die Hoffnung schon fast aufgegeben, als das Unglaubliche passiert und er im Internet auf ein Dorf stößt, das seiner Erinnerung entspricht…


Der für seine Werbefilme mehrfach prämierte Australier Garth Davis gibt mit diesem starbesetzten Melodram seinen oscarreifen Kinoeinstand. Dramaturgisch erweist sich Davis als überaus effizienter und berührender Geschichtenerzähler. Die Begegnung des Jungen mit einem vermeintlichen Retter dauert keine Minute, und erzeugt doch nachhaltige Gänsehaut. Und die Zufallsbekanntschaft mit einem Unbekannten zur Kino-Poesie à la Chaplin: Durch das Fenster eines Restaurants beobachtet der hungrige Saroo, wie ein Gast seine Suppe löffelt. Verspielt ahmt er die Mahlzeit auf der Straße nach. Pantomime macht zwar nicht satt, doch immerhin öffnet sie das Herz des Fremden. Und das Publikum hat den kleinen Saroo da schon längst in Herz geschlossen!

 

"Außergewöhnlich!" HUFFINGTON POST
"Unglaublich bewegend!" THE TELEGRAPH



ab 23.02.2017


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