Django - Ein Leben für die Musik


Regie: Etienne Comar
Darsteller: Reda Kateb, Cécile de France, Bea Palya, Bimbam Merstein, Gabriel Mireté

115 Minuten | Frankreich 2017 | ab 12
4. Woche
In seinem Regiedebüt porträtiert Étienne Comar Django Reinhardt als einen unkonventionellen Künstler und Freigeist, dessen Leben so improvisiert war wie seine Musik. Vor die Frage gestellt, ob er seine Kunst politisch missbrauchen lässt, muss er eine existentielle Entscheidung treffen.

 

Frankreich, 1943. Der begnadete Jazzgitarrist Django Reinhardt ist auf dem Gipfel seines Erfolges. Abend für Abend spielt er in ausverkauften Sälen und begeistert das Publikum mit seinem Gypsy-Swing, einer Musik voller Lebenslust und Witz, der sich auch die deutschen Besatzer nicht entziehen können. Während andere Sinti in ganz Europa verfolgt werden, kann sich Django aufgrund seiner Popularität in Sicherheit wiegen – bis ihn die Nationalsozialisten auf Tournee nach Deutschland schicken wollen. Django weigert sich. Seine Pariser Geliebte hilft ihm, mit seiner schwangeren Frau und seiner Mutter an der Schweizer Grenze unterzutauchen. Hier trifft er auf Mitglieder seiner weitverzweigten Familie, die ebenfalls auf der Flucht sind. Über den Genfer See will er in die Schweiz gelangen, doch die Nazis sind ihm dicht auf den Fersen…

 

Als literarische Vorlage diente Etienne Comar der Roman „Folles de Django“ von Alexis Salatko, Der Film zeigt die Ambivalenz in Django Reinhardts Leben mehr als deutlich: Auf der einen Seite ist da der emotional gesteuerte, leidenschaftliche Musiker, auf der anderen Seite der Familienvater, der sich seinen  Sinti-Wurzeln verpflichtet fühlt. Django Reinhardt wird sich nicht entziehen können, er muss Stellung beziehen.

 

„Eine der besten Filmmusiken, die man sich vorstellen kann!“ HOLLYWOOD REPORTER
 



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