Die Spur


Regie: Agnieszka Holland
128 Minuten | Deutschland, Schweden, Polen, Tschechien, Slowakei 2017 | ab 12
3. Woche
Ein beschauliches Bergdorf an der polnisch-tschechischen Grenze wird zum Schauplatz seltsamer Morde – die Opfer sind allesamt Männer und Jäger. Spannender Öko-Thriller und Heimatfilm, der den Mikrokosmos einer ländlichen Gemeinschaft mit scharfer Klinge seziert.

 

Ein herrliches Fleckchen Erde im südlichen Polen. Hier in den Bergen leben die Menschen ein einfaches Leben. Man richtet sich nach dem Lauf der Jahreszeiten, geht nach strengem Reglement auf die Jagd, ist gottesfürchtig und naturverbunden – die einen mehr, die anderen weniger. Die pensionierte Bauingenieurin Janina Duszejko (Agnieszka Mandat-Grabka) gibt Englischunterricht an der Dorfschule und führt ein zurückgezogenes Leben. Als ihre beiden Hündinnen plötzlich spurlos verschwinden, vermutet die Tierliebhaberin, dass die Jäger – unter ihnen sämtliche Dorfhonoratioren – etwas damit zu tun haben könnten. Dann taucht die erste Leiche auf. Duszejkos Nachbar, ein berüchtigter Wilderer, liegt tot vor seinem Bett. Und er wird nicht der einzige tote Mann bleiben. Das Merkwürdige dabei ist: alle Opfer sind Jäger - und in jedem Todesfall finden sich Hinweise auf wilde Tiere. Wasser auf die Mühlen der passionierten Tierschützerin Duszejko, die einen bösen Verdacht hat und damit aneckt im Dorf…

Mit wundervollen Bildern, der pointiert eingesetzten Musik von Antoni Komasa-Łazarkiewicz und einem klugen Drehbuch nach Olga Tocarzuks Roman „Der Gesang der Fledermäuse“ ist der Regisseurin Agnieszka Holland ein vielschichtiger Öko-Thriller gelungen, der zugleich als widerspenstiger Heimatfilm und verschmitzter, fast schon satirischer Kommentar zum derzeitigen Zustand der polnischen Gesellschaft und Themen wie dem Verhältnis von Mensch und Tier funktioniert. Dabei hält DIE SPUR  mit der erfrischend verschrobenen Figur der Janina Duszejko einen der hinreißendsten Charaktere der diesjährigen Berlinale bereit!

 

„Eine Mischung aus skurriler Detektivgeschichte, spannendem Ökothriller und feministischem Märchen – man kann sich an Agnieszka Hollands Spiel einfach nicht satt sehen!“ BERLINER ZEITUNG

 



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