Lasse Hallström adaptiert Paul Tordays Politsatire als
skurrile Liebeskomödie, bei der die smarte Emily Blunt dem verschrobenen Ewan
McGregor ins Netz geht.
Dr. Alfred Jones gilt als internationale Größe in Sachen
Lachs- und Forellenzucht. Eines Tages wird der verklemmte britische
Fischerei-Experte von einer gewissen Harriet Chetwode-Talbot mit einem absurd
klingenden Angebot konfrontiert: Ihr Auftraggeber, Scheich Muhammad ibn Zaidi
bani Tihama, ein passionierter Fliegenfischer aus dem Jemen, möchte zum Wohl
seines Heimatlandes nordeuropäische Lachse in den Wadis des Wüstenstaates
ansiedeln. Hierbei soll ihn der britische Wissenschaftler unterstützen. Kosten
spielen keine Rolle.
Anfangs verwirft Jones die Idee als komplett unlösbar. Aber
die gewiefte Patricia Maxwell, Pressesprecherin des profilneurotischen
englischen Premierministers, erfährt von dem aberwitzigen Vorhaben. Die mit
allen Wassern gewaschene PR-Strategin erkennt sofort die Möglichkeit, die
Medien von den aktuellen, äußerst unerfreulichen Nachrichten aus dem Nahen
Osten abzulenken. Schon bald muss Dr. Jones sich nun auf Befehl von höchster
Stelle darüber den Kopf zerbrechen, wie er zehntausend schottische Lachse
lebend in die Wüste bringen und dort in der sengenden Hitze die idealen
Voraussetzungen zum Laichen schaffen kann. Zudem muss Dr. Jones bemerken, dass
die Lachse noch lange nicht das größte Problem für ihn darstellen. Das nämlich
sind die Frauen in seiner Umgebung…
Mit einer großen Portion an feinstem britischen Humor und
einem herrlichen Sinn für das Absurde beweist dieser elegant zwischen
Politsatire und Liebeskomödie balancierende neue Spielfilm von Schwedens
Meisterregisseur Lasse Hallström (CHOCOLAT, GOTTES WERK UND TEUFELS BEITRAG,
GILBERT GRAPE – IRGENDWO IN IOWA), dass das Unmögliche immer möglich ist und
eine spät erblühende Liebe manchmal die allerschönste Blüte hervorbringt.
Wunderbar
komisch - das hätte sogar Billy Wilder gefallen! DER TAGESSPIEGEL